Corona-Hilfe III: Hilfe zur Administration

Der Bund weitet sein Engagement zur Digitalisierung der Schulen aus. Am 4.11.2020 trat die zusätzliche Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung von Administratorinnen und Administratoren, die sich an Schulen um die digitale Technik kümmern, in Kraft.

Am 3.11.2020 unterzeichnete Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Bund-Länder-Vereinbarung für die Förderung von Administratorinnen und Administratoren. Zuvor hatten die Länder die entsprechende Zusatzvereinbarung im DigitalPakt Schule sternförmig unterschrieben. Damit trat die Verwaltungsvereinbarung am 4.11.2020 in Kraft.

Damit wird die zweite Zusatzvereinbarung wirksam, die zum DigitalPakt Schule infolge der Corona-Pandemie vom Koalitionsausschuss im April beschlossen und von Bund und Ländern verhandelt wurde. Mit der Unterschrift unter die Zusatzvereinbarung "Administration" können nun zusätzliche 500 Millionen Euro an die Schulen fließen, um die Administration der IT in den Schulen zu fördern. Die Mittel dafür stehen bereit. Anträge können bei den Ländern gestellt werden, sobald deren Förderrichtlinien veröffentlicht wurden. Förderinformationen sind auf dieser Seite zusammengestellt.

Die Länder verpflichten sich mit der Zusatzvereinbarung ihrerseits erstmals, die digitale Fortbildung der Lehrkräfte nicht nur auszubauen, sondern dies auch zu bilanzieren und dem Bund zu berichten. Damit wird nachvollziehbar, welche Aufwände für die Qualifizierung der Lehrkräfte getrieben werden, damit die digitale Technik in den Schulen pädagogisch zielgerichtet eingesetzt wird.  

Konkreter Auslöser der Vereinbarung waren die Verbesserungen in der digitalen schulischen Infrastrukturen für digitales Lernen in den zurückliegenden Monaten, die besonders durch die vom Bund bereit gestellten Mittel im DigitalPakt Schule ermöglicht wurden. Durch diese Maßnahmen stieg gleichzeitig die Anforderung an den technischen Support vor Ort. Der Bund investiert daher jetzt weitere 500 Millionen Euro für die Förderung der Ausbildung und der Finanzierung von IT-Administratorinnen und Administratoren, die sich vor Ort um die Technik kümmern sollen. Das ist ein wesentlicher Baustein, um die Digitalisierung der Schulen in nächster Zukunft zu forcieren. 

Projekte zur Entwicklung nachhaltiger technischer IT-Administration in den Schulen waren im DigitalPakt Schule von Anfang an förderfähig. Allerdings blieb Schulen und Schulträgern durch die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie nicht die Zeit, auf Ergebnisse solcher technogisch anspruchsvollen Entwicklungsvorhaben zu warten. Mit der neuen Zusatzvereinbarung werden die Länder jetzt dabei unterstützt, Administratoren vor Ort zu finanzieren, die in den Schulen die Technik warten und dort künftig deutlich schneller aktiv werden können.

Das Administratoren-Programm reiht sich in die Digitalisierungs-Hilfen des Bundes in der Corona-Pandemie ein. Im Zuge der Corona-Pandemie hat der Bund seine Anstrengungen ausgeweitet, um:

  • 500 Millionen Euro für ein Sofortausstattungsprogramm, damit Schulen Laptops an diejenigen Schülerinnen und Schüler ausleihen können, die zu Hause keine eigenen Endgeräte nutzen können
  • 500 Millionen Euro zur Förderung von Administratoren, die sich um die digitale Technik kümmern sollen
  • 500 Millionen Euro, um Lehrerinnen und Lehrer mit Laptops auszustatten. Eine Vereinbarung dazu wird derzeit verhandelt.