Im DigitalPakt Schule bewilligen die Länder Anträge der Schulträger und prüfen die Durchführung der Vorhaben. Bund und Länder gewährleisten die Umsetzung der Verwaltungsvereinbarung jeweils in ihrem Verantwortungsbereich.

BMBFSFJ
Im Rahmen des DigitalPakt Schule stellte der Bund den Ländern insgesamt 6,5 Milliarden Euro für den Aufbau und die Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen zur Verfügung. Das Programm gliederte sich in vier Programmteile, wobei der Basis-DigitalPakt Schule mit 5 Milliarden Euro den größten Teil ausmachte. Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden drei Zusatzvereinbarungen mit jeweils weiteren 500 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Länder einschließlich der Schulträger beteiligen sich mit einem Eigenanteil von mindestens 10 Prozent an der Finanzierung der Projekte.
Seit dem Jahr 2025 ist der DigitalPakt Schule weitestgehend abgeschlossen. In über 69.000 Projekten wurde digitale Bildungsinfrastruktur an rund 29.400 Schulen in Deutschland aufgebaut und optimiert. Derzeit befinden sich nur noch wenige Projekte in der finalen Umsetzungsphase; parallel dazu werden die finalen Abrechnungen erstellt.
Um die aufgebaute Infrastruktur zu erhalten, gezielt zu erweitern und kontinuierlich an den technischen Fortschritt anzupassen, haben sich Bund und Länder auf eine Neuauflage des bisher wohl erfolgreichsten Programms zur Digitalisierung der Bildungsinfrastruktur in Deutschland geeinigt: Der Digitalpakt 2.0 kommt.
Berichte und Programmfortschritt
Im DigitalPakt Schule bewilligten die Länder Anträge der Schulträger und prüften die Durchführung der Vorhaben. Bund und Länder gewährleisteten die Umsetzung der Verwaltungsvereinbarung jeweils in ihrem Verantwortungsbereich.
Für seine Aufgaben zur Verwaltung der Mittel erhält das BMBFSFJ gemäß §§ 12 und 18 der Verwaltungsvereinbarung von den Ländern zweimal jährlich Berichte zu laufenden und abgeschlossenen Projekten, einschließlich der gebundenen Mittel in diesen Maßnahmen.
Der Programmfortschritt stellt einen wesentlichen Indikator zur Bewertung der Zielerreichung im DigitalPakt Schule dar. Er bildet den Stand der Umsetzung über alle Programmteile hinweg ab und ergibt sich aus der Summe der gebundenen Mittel in den Programmteilen Basis-DigitalPakt und Zusatzvereinbarung „IT-Administration“ sowie der abgeflossenen Mittel in den Zusatzvereinbarungen „Sofortausstattungsprogramm“ und „Lehrkräfte-Laptops“. Der Mittelabfluss beschreibt die tatsächlich ausgezahlten Bundesmittel nach Begleichung von Rechnungen für durchgeführte Maßnahmen oder beschaffte Geräte. Ergänzend dazu gibt die Mittelbindung an, wie viele Mittel in bewilligten Projekten fest verplant sind. Dies können bereits abgeschlossene und abgerechnete Projekte sein, aber auch Maßnahmen, die entweder noch laufen oder deren finale Abrechnung noch aussteht. Da nur der Basis-DPS und die ZV Administration auf Basis von Projektbewilligungen umgesetzt werden, liegen nur für diese beiden Programmteile Informationen zur Mittelbindung vor.
Im Basis-DigitalPakt und bei der Zusatzvereinbarung „IT-Administration“ wurden Vorhaben bewilligt und schrittweise umgesetzt. In den Zusatzvereinbarungen „Sofortprogramm“ und „Lehrkräfte-Laptops“ wurde eine schnelle Gerätebeschaffung umgesetzt.
Stichtage für Datenermittlung und Auswertung
Die Länder erhoben jeweils halbjährlich zu den Stichtagen 31. Dezember und 30. Juni Daten zu den Projekten und übermittelten sie zum 15. Februar und 15. August dem BMBFSFJ. Das BMBFSFJ überprüfte und bereitete diese Informationen auf. Seit Inkrafttreten des DigitalPakts haben die Länder dem BMBFSFJ bisher dreizehn Mal ihre Berichtsdaten übermittelt, erstmals zum 31. Dezember 2019, zuletzt mit Stand 31. Dezember 2025.
95 Prozent der Bundesmittel wurden im DigitalPakt Schule erfolgreich eingesetzt
Von den insgesamt 6,5 Milliarden Euro, die der Bund den Ländern im Rahmen des DigitalPakt Schule zur Verfügung gestellt hat, wurden inzwischen 6,2 Milliarden Euro erfolgreich eingesetzt. Dies entspricht etwa 95 Prozent der bereitgestellten Bundesmittel. Ergänzend dazu beteiligen sich die Länder und Schulträger mit weiteren 1,7 Milliarden Euro, sodass Investitionen in Höhe von insgesamt etwa 7,9 Milliarden Euro realisiert wurden.
Die Mittel flossen in Projekte zur Digitalisierung von Schulen und ermöglichten damit unter anderem den flächendeckenden Ausbau von WLAN, die Ausstattung von Schulen mit mobilen Endgeräten sowie die Stärkung der professionellen IT-Administration vor Ort.

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Während der gesamten Laufzeit des DigitalPakt Schule erfolgte der Mittelabfluss stets zeitlich verzögert hinter der Mittelbindung. Dies liegt daran, dass Projekte zunächst bewilligt und verbindlich geplant werden müssen, bevor die tatsächlichen Ausgaben durch Teilzahlungen oder Rechnungen abgerechnet werden können. Zum Programmabschluss nähern sich Mittelbindung und Mittelabfluss deutlich an, da kontinuierlich Projekte abgeschlossen und vollständig abgerechnet werden.
Schulen im gesamten Bundesgebiet profitieren vom DigitalPakt Schule: Flächendeckung erreicht
Von den Maßnahmen des DigitalPakt Schule profitieren Schulen aller Regionen sowie Schulformen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, die Rahmenbedingungen für digitales Lehren und Lernen zu verbessern: Rund 29.400 von 32.000 Schulen im gesamten Bundesgebiet erhielten DigitalPakt-Mittel. Die räumliche Verteilung der auf der Karte dargestellten Schulen spiegelt dabei vor allem die Bevölkerungsstruktur wider: In Ballungszentren konzentrieren sich viele Schulstandorte, während in dünn besiedelten Gebieten entsprechend weniger Schulen verzeichnet sind.
Dabei profitieren sowohl Schulen in öffentlicher wie freier Trägerschaft sowie kleine und große Schulträger. Die Daten geben keinen Hinweis darauf, dass bestimmte Trägergruppen in der Förderung bevorzugt oder benachteiligt wurden.
Die gezielten Investitionen an den Schulen zeigen deutliche Wirkung: Die digitale Infrastruktur vor Ort verbessert sich kontinuierlich und nachhaltig. Eine repräsentative Lehrkräftebefragung aus dem Jahr 2025 bestätigt dies eindrucksvoll: 99,6 Prozent der befragten Lehrkräfte nehmen eine positive Veränderung wahr. Damit wird sichtbar, wie die Förderung durch den DigitalPakt Schule dort ankommt, wo sie gebraucht wird, sodass dadurch Lehrende wie Lernende gleichermaßen unterstützt werden, siehe hierzu auch den DARP-Evaluationsbericht des DigitalPakt Schule.

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Mehr als 96 Prozent der Mittel aus dem DigitalPakt Schule in Höhe von insgesamt 5 Milliarden Euro wurden in konkreten Projekten an Schulen gebunden. Die Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen stellt dabei das zentrale Ziel im DigitalPakt Schule dar. Ergänzend dazu tragen regionale, landesweite und länderübergreifende Vorhaben dazu bei, die schulische IT-Ausstattung in übergreifende digitale Infrastrukturen einzubetten und Synergien zu schaffen.

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Die Länder und Schulträger haben in ein breites Spektrum von Fördergegenständen investiert. Besonders häufig wurden mobile Endgeräte, Netzwerkinfrastruktur und Serverlösungen sowie Anzeige- und Interaktionsgeräte umgesetzt. Zugleich wird anhand der Berichtsdaten deutlich, dass der DigitalPakt Schule nicht nur die Beschaffung von Technik umfasst: Auch Beratungs- und Planungsleistungen spielen eine zentrale Rolle, um die nachhaltige Inbetriebnahme und den effektiven Einsatz der digitalen Infrastruktur sicherzustellen.
Digitale Bildungsstrukturen über einzelne Standorte hinaus: Regional, landesweit und länderübergreifend

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Der DigitalPakt Schule schaffte nicht nur digitale Lösungen für einzelne Schulen, sondern förderte auch umfassende Maßnahmen, die ganze Regionen, Bundesländer oder sogar mehrere Länder gemeinsam voranbringen. Neben regionalen und landesweiten Vorhaben entstanden länderübergreifende Strukturen, in denen Länder zusammenarbeiten, um nachhaltige digitale Bildungsangebote zu entwickeln. Diese Projekte bündeln Ressourcen, schaffen Synergien und bilden das Fundament einer zukunftsfähigen digitalen Bildungsinfrastruktur.
Im Rahmen des DigitalPakt Schule wurden 25 länderübergreifende Vorhaben (LüV) auf den Weg gebracht, bei denen mindestens zwei Länder gemeinsam ein Fördervorhaben realisieren. In zehn dieser Projekte arbeiten sogar alle Länder zusammen, um gemeinsame digitale Lösungen für Schulen zu schaffen. Insgesamt sind rund 276 Millionen Euro an Bundes- und Eigenmitteln der Länder für diese Maßnahmen fest eingeplant. Das Fördervolumen für die länderübergreifenden Maßnahmen ist weitgehend ausgeschöpft, die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung zwischen den Ländern.

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Diese übergreifenden Projekte setzen an verschiedenen Grundpfeilern der digitalen Bildungsinfrastruktur an. Sie schaffen kollaborative Lehr-Lernmöglichkeiten für das Lehrpersonal, verbessern die technische und administrative Zusammenarbeit und fördern innovative Lehr-Lernkonzepte. Ein Beispiel ist das Projekt Adaptives Intelligentes System (AIS), in dem eine KI-gestützte adaptive digitale Lernumgebung entwickelt wird. Diese soll Schülerinnen und Schüler individuell fördern und gleichzeitig Lehrkräfte im Schulalltag unterstützen und professionalisieren.
Auch regional und landesweit wurden zahlreiche Maßnahmen zur Digitalisierung der Schulen umgesetzt. Der Fokus lag dabei auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung digitaler Infrastrukturen wie Lernplattformen, pädagogische Kommunikations- und Arbeitsplattformen sowie Cloudlösungen. Bestehende Angebote wurden weiterentwickelt und vernetzt, um eine leistungsfähige, interoperable IT-Struktur zu etablieren. Zusätzlich wurden professionelle Administrations- und Wartungsstrukturen aufgebaut, um eine langfristige Nutzung sicherzustellen.

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Mehr als 800 regionale und landesweite Maßnahmen wurden auf den Weg gebracht. 279 Millionen Euro Bundesmittel sind in diesen Vorhaben fest verplant.
Bereits zu Beginn des DigitalPakt bestand die Zielsetzung, regionale und landesweite Maßnahmen besonders zu stärken. Dafür wurden ursprünglich 250 Millionen Euro Bundesmittel als Zielgröße anvisiert. Die nun erreichte Mittelbindung, die deutlich über dem von Bund und Ländern zu Beginn projektierten Bedarf liegt, zeigt, dass die zur Verfügung gestellten Ressourcen in besonderem Maße für strukturbildende Maßnahmen in den Ländern genutzt werden.
Mehr zu den Fortschritten erfahren Sie im Bilanzbericht DigitalPakt Schule 2019 – 2025.
Eine Übersicht über die jeweiligen Mittel in den Bundesländern kann hier über die Förderlandkarte zum Digital-Pakt Schule eingesehen werden.
Zudem finden Sie hier die Ergebnisse der Lehrkräftebefragung aus dem DARP-Evaluationsbericht.